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04.10.2017
Strategie

Mit Virtual Reality die Zukunftschancen nutzen

Virtual Reality wird bald so sehr Normalität sein wie das allgegenwärtige Internet. Mittels VR wechseln wir in Echtzeit an Orte, ohne unsere Komfortzone in der Realität verlassen zu müssen. Für innovationsfreudige Unternehmen eröffnet die Technologie interessante Chancen. Christoph Ostler von Connected Reality unterstützt sie darin, das Potenzial für ihre Märkte und Zielgruppen auszuloten.
Christoph Ostler auf dem 13. OpenPromos Anwenderforum 2017 in Berlin

„In unseren Workshops mit Kunden erlebe ich immer wieder, wie sich vorsichtige Neugier sehr bald in echte Begeisterung wandelt, während sie erkunden, was Virtual Reality alles kann“. So können sie beispielsweise „live“ erleben, wie der Direktor eines Kunstmuseums sie virtuell durch eine neue Ausstellung begleitet und ihnen wichtige Exponate persönlich erläutert. Sie sehen, wie ein Messeveranstalter VR dazu nutzt, um Ausstellern beim virtuellen Gang über das Gelände alle Werbemöglichkeiten vor Ort vorzustellen. Sie lernen die Inhaberin eines Luxushotels kennen, die in einer 360-Grad-Schau neue Raumkonzepte für das Hotel bereits exklusiv in der Umbauphase vorstellt. Und sie erfahren, dass ein internationaler Automobilkonzern seine Auszubildenden anhand virtueller Modelle in ihrer jeweiligen Landessprache schult. Er spart dabei Ressourcen für reisende Ausbilder und kann dennoch jedem Azubi rund um den Globus die gleiche didaktische Qualität gewährleisten.


Mit computergenerierter Realität lassen sich Objekte, Skizzen und Planungen sowie Games, Filme und Events in 360-Grad und in 3D erkunden. Dazu werden 360-Grad- Filme, 360-Grad-Panoramen und 3D-Visualisierungen mit multimedialen Daten wie Videos, Bildern, Effekten, Skizzen, Renderings, Animationen, Texten und Audiofiles angereichert. Dies ermöglicht ein besonderes, personalisiertes Markenerlebnis – mit Emotionen, die tiefer gehen als die Freude beim Betrachten schöner Bilder.


„Immersion“ ist das Stichwort: Es beschreibt die Fähigkeit, möglichst tief in diese andere Realität einzutauchen und sich damit komplett zu identifizieren. Die Nutzer erobern die Inhalte mittels VR-Brille, am PC-Screen oder über eine VR-App auf dem Smartphone. Die eingebetteten Informationen können sie interaktiv selektieren. Dadurch wird ein virtuelles Erlebnis für sie ganz persönlich konfiguriert. Von der Lead-Generierung über die Kundenbindung und das Event-Marketing bis hin zum Recruiting und Employer Branding sind die Anwendungsszenarien unbegrenzt.


Tech-Player wie Google, Microsoft, Facebook und Samsung haben das Potenzial von VR längst erkannt und umfangreich in die Entwicklung von Anwendungen und Tools investiert. Ihr Einstieg begünstigt, dass VR sich nun auch in der Breite durchsetzen kann und auch die VR-Brillen immer günstiger werden. Ähnlich wie beim mobilen Internet werden Verbraucher Inhalte und Medien auf der Basis von VR bald schon sehr selbstverständlich nutzen und davon unterstützt ihre Kaufentscheidungen treffen.

Informationstechnologie und Immobilien (IT&I) Ausgabe Nr. 37 / Mai 2024

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Wie profitiert die Immobilienwirtschaft von VR?


Szenarien wie der Rundgang über ein Gelände und durch Hotelräume können auch die Blaupause für Anwendungen in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft stellen. In der Planungs- und Projektphase kann die Visualisierung mittels VR die gemeinsame Entwicklung von Architekten, Haustechnikern und Tragwerksplanern fördern und Prozesse beschleunigen. Die Architekturkonzepte werden für alle Projektbeteiligten transparenter und verständlicher erlebbar. Das visualisierte Modell lässt sich auch schneller an neue Entwicklungen oder Sonderwünsche anpassen.


Für die Konzeption von Geschäftsräumen, Küchen, Bädern, Hotels, Showrooms oder Shops können die Objekte dreidimensional aufgesetzt und sehr realitätsnah mit Möbeln, Tapeten, Kacheln, Bodenbelägen etc. ausgestattet werden. Mit vorkonfigurierten interaktiven Elementen lassen sich solche Ausstattungen und Accessoires in der Anwendung jederzeit austauschen und Lichteinfälle oder Tages- und Nacht-Zyklen simulieren.


Auch Ausschreibungen und Wettbewerbe können mit Unterstützung von interaktiven Videos besonders image- und aufmerksamkeitsstark bemustert werden. Ein Link oder ein QR-Code zur jeweiligen Anwendung lässt sich einfach in jedes Präsentationsmedium integrieren oder auch per Mail versenden.


Im Immobilienverkauf kann VR die Entscheidungsfindung wirkungsvoll unterstützen: Anbieter können ihre Objekte vorab mit einer Spezialkamera scannen, virtuell zugänglich machen und multimediale Elemente einsetzen, um sie möglichst attraktiv zu präsentieren. Dazu gehört vielleicht auch eine virtuelle Erkundung der Mikrolage mit Dienstleistern oder Sehenswürdigkeiten im Umfeld des Objekts. Interessenten können so besser bewerten und einfacher vergleichen. Da die virtuelle Begehung jederzeit online abrufbar ist, erspart dies zumindest in der Entwicklungs- oder in der Vergleichsphase ständige Termine vor Ort. Das bietet einen komfortablen und zeitsparenden Mehrwert, der eine Investitions- oder Mietentscheidung beschleunigen kann.


Die Anwendungsmöglichkeiten für Virtual Reality sind auch in diesem Feld sicher längst nicht ausgereizt. Wer hier offen für neue Wege ist, kann eine faszinierende technische Möglichkeit nutzen, um sein Produkt und sein Unternehmen im Wettbewerb alleinstellend und merkfähig zu positionieren.

Zur Person:

Christoph Ostler

Christoph Ostler

ist Inhaber und Geschäftsführer von coachcom, die kreative Unternehmensberatung für Marketing, Digitale Kommunikation und Vertriebsmarketing. In den letzten fünf Jahren hat er sich intensiv in das Thema „Chancen und Möglichkeiten von Virtual Reality (VR) im Business to Business Bereich“ eingearbeitet. Mit bereits über 150 Präsentationen, Vorträgen und Workshops, vorzugsweise bei den Benchmarks in den unterschiedlichsten Branchen und Märkten, hat er den Mehrwert für Unternehmen in der Nutzung der neuen Technologien herausgearbeitet. Erste Leuchtturmprojekte für verschiedenste Top-Marken, wie münchen.de oder der Allianz Arena, sind sehr erfolgreich umgesetzt, von denen Christoph Ostler als First Mover regelmäßig als Speaker berichtet.

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